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Grußwort

Ein herzliches „Grüß Gott“!

Nun ist es soweit, der neue Pfarrer ist da und viele von Ihnen haben ihn in den ersten Wochen seines Hierseins schon ein wenig kennengelernt. Von dieser Stelle aus möchte ich Sie alle nun sehr herzlich grüßen. Ich freue mich auf den neu beginnenden Weg, der meinen bisherigen Lebensetappen eine wichtige und besondere hinzufügen wird.

Der äußere Schritt meines Umzugs von Friedrichshafen am Bodensee nach Paris an der Seine ist – wenn auch mit einigen Hürden – vollzogen. Sie ahnen und wissen vermutlich aus eigener Erfahrung – die Seele hat ihr eigenes Tempo. Ein bewegender Abschied nach mehr als zwölf Jahren aus meinen bisherigen Gemeinden St. Nikolaus und St. Columban in Friedrichshafen wirkt noch nach. Vermutlich geht es Ihrer Seele mit dem Loslassen von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier ähnlich.

So dürfen wir uns gegenseitig die Zeit lassen, die wir brauchen, um uns wirklich kennenzulernen und einander vertraut zu werden. Umso wichtiger ist es uns in dieser Anfangszeit, mit einem Vorschluss an Vertrauen, mit Offenheit und der Bereitschaft zu gegenseitigem Zuhören und Verständnis zu begegnen. Das gehört zum Umgangston und Bild einer einladenden Kirche, die wir vermutlich miteinander sein wollen.

Dies durfte ich zu Beginn oft hören und spüren: „Seien Sie herzlich willkommen, wir freuen uns sehr, dass Sie da sind!“ Mit diesen Worten auch in französischer Sprache wurde ich häufig und an vielen Orten sehr freundlich begrüßt.

Woher kommt denn diese Freude, bevor man sich überhaupt kennt?
„Es macht die Wüste schön“, sagt der kleine Prinz, „dass sie irgendwo einen Brunnen birgt, aber die Augen sind blind, man muss mit dem Herzen suchen“, so die verheißungsvolle Antwort von Antoine de Saint Exupéry.

Kann es sein, dass sich diese Freude fast wie von selbst einstellt, wenn wir annehmen, dass in jedem Mitmenschen eine lebendige Quelle verborgen ist, die es zu entdecken und freizulegen gilt? Hilfreich ist hierzu sicher das Interesse am Mitmenschen, vielleicht sogar etwas Neugier über das, was in einem Menschen verborgen ist.

In der Nachfolge Jesu Christi in den Mitmenschen einen Brunnen oder eine Quelle zu erahnen und bei der Freilegung mitwirken zu dürfen könnte Grund zu dieser Freude sein, selbst wenn es im alltäglichen Tun oft um ganz bodenständige Dinge geht.

Als Pfarrer und Christ ahne und glaube ich, dass Gott selbst die sprudelnde Quelle ist, die mich neugierig auf das Geheimnis des eigenen Lebens und das meiner Mitmenschen blicken lässt. Damit ist möglicherweise schon das Wichtigste über mich und meinen Glauben gesagt. Dennoch ergänze ich gerne noch mit weiteren Informationen, damit Sie noch etwas mehr über mich erfahren:

Ich bin ganz im Süden Deutschlands in Ravensburg geboren und in Weingarten in einer großen Familie aufgewachsen und habe nach dem Studium in Tübingen und Paris, und einem einjährigen Pastoraleinsatz in Guatemala meine ersten Gemeindeerfahrungen als Diakon und Vikar in Ehingen, Ulm und Winnenden machen dürfen. In diesen etwa 30 Jahren, die erstaunlicherweise in einen Satz zu packen sind, stecken eine Fülle von Erlebnissen und Prägungen, die meine Freude an Gott, den Mitmenschen und an mir selbst, und damit am Leben insgesamt ermöglicht haben.

Auch die darauf folgenden zehn Jahre als Jugendpfarrer im Landkreis Biberach und über zwölf Jahre als Pfarrer in Friedrichshafen waren für mich eine bewegende Zeit, die ich letztlich als äußerst wertvolles Geschenk erfahren durfte. Beschenkt fühle ich mich auch bei meinen verschiedensten Interessen wie Sport, Berge, Wasser, Tanzen, Motorradfahren, Lesen, Kunst, Musik … Menschen und vieles mehr.

Nun erlebe ich in der Gemeinde Albertus Magnus, in der internationalen deutschen Schule und an vielen Orten dieser besonderen Stadt mit vielen Menschen wieder ein Neuanfang. „Ich bin neugierig und bereit und freue mich sehr darauf“!

Ein herzliches „Grüß Gott“!
Seien auch Sie herzlich gegrüßt und mit Ihren Anliegen willkommen!

Pfarrer Markus Hirlinger