Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


  – – – –  Herzlich willkommen in unserer Gemeinde! – – – – Auch in den Sommermonaten laden wir herzlich zu unseren Gottesdiensten ein. – – – 

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen.

Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, als auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

Unsere Gottesdienste 

In deutscher Sprache:

Sonntags um 11 Uhr 

In französischer Sprache :

Samstags um 18:30 Uhr

Alle Termine

Angedacht

„Wann sind wir endlich da?“

Im Sommer zieht es viele weg, wir träumen von Entspannung und Abenteuer, und wollen einfach einmal etwas anderes erleben. Dies lassen wir uns einiges kosten:

Das Packen, die lange Anreise, das Stehen im Stau, das enge Sitzen im Flugzeug, das zu kurze Bett am Urlaubsort, den tropfenden Wasserhahn und vieles mehr. Es ist uns etwas wert, einfach einmal weg zu sein, warum eigentlich?

Es sind die Kinder, die uns mit ihrem Murren hinten im Auto sitzend auf die richtige Spur bringen. Kaum sind wir aus Paris oder dem Heimatort losgefahren, stellen sie die weltberühmte Frage: „Wann sind wir endlich da?“

Vom Alltäglichen weg zu gehen, um einfach einmal „da sein zu dürfen“ scheint eine Sehnsucht zu sein, die uns vieles ertragen lässt. Selbst die Blasen an den Füßen und die Last des Rucksacks, welche die Pilgerin in Kauf nimmt, die sich nach Chartres, Santiago oder Jerusalem auf den Weg macht. So dürften wir den Pilgerweg an solche und andere Orte als Weg in das eigene Dasein verstehen, bei dem wir uns mit der eigenen Lebensgeschichte samt Höhen und Tiefen und den eigenen Fähigkeiten und Begrenztheiten neu annehmen könnten. Dabei kämen wir uns ein wesentliches Stück näher.

Dem Urlaub darf es um mehr gehen, als nur um einen Tapeten – oder Ortswechsel. Der Urlaub bliebe weit hinter seiner Möglichkeit zurück, würden wir ihn nur als eine Abwechslung des Alltags verstehen.

Indem wir versuchen, bei dem was gerade ist, anzukommen, ohne sofort das Nächste in den Blick zu nehmen. Sich in ein Buch zu versenken und sich emotional ganz in der Welt des Buches auszubreiten. An einem Fluss sitzend, dem Fließen des Wassers zu lauschen, die Kraft des Windes auf der Haut zu spüren. Das Essen in aller Ruhe zu genießen, ein Stück Brot, einen Schluck Wein als Geschenk zu erfahren, einer schönen  Musik zu lauschen. …

Und darüber hinaus in einem Gespräch in aller Ruhe ganz beim Gesagten und Gefühlten des Gegenübers zu verweilen und erst nach einer Weile zu antworten, und sich so neu zu verstehen, um anders zurückzukommen.

Das „Wegsein“ vom Tempo des Alltags, um endlich in der eigenen Mitte und in der Welt anzukommen, ist gleichzeitig auch der Weg, der zu Gott führt.

Mose hört bei seiner Reise in das gelobte Land, neben dem Murren seines Volkes: „Wären wir doch zu Hause in Ägypten geblieben“, den vielleicht schönsten Namen seines und unseres Gottes: „Ich bin der Ich bin da“! Eine Verheißung, die dem Namen entsprechend auch uns gilt, selbst wenn Er allzu oft weg zu sein scheint!

Vermutlich können wir das Dasein des Menschgewordenen Gottes erst in seiner ganzen Fülle erfahren, wenn wir es schaffen, ganz bei uns zu sein.

Dass dies nicht nur im Urlaub und im Wegsein möglich ist, scheint naheliegend! Denn Gott braucht keinen Urlaub, Er bleibt immer da!

Das glaubt und wünscht Ihr Pfarrer

Markus Hirlinger