Schließen

Bild zu Geschichte
ADiA

Jonas Augustin (2012 - 2013)

Liebe Gemeinde,

als ich mich vor eineinhalb Jahren entschloss, mich auf die Stelle an der deutschen Gemeinde in Paris zu bewerben, hatte ich doch auch so manche Zweifel. Ein anderes Land, eine andere Sprache und zum ersten Mal so lange von zu Hause weg. Als ich dann eine Zusage bekam und ein Probewochenende in der Gemeinde war, legten sich doch schnell meine ersten Ängste, und nach der Eingewöhnungszeit wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroff en hatte, und alle Zweifel verflüchtigten sich.

Unterstützung von allen Seiten erleichterte mir das Ankommen in der Gemeinde und in Paris, so dass ich mich bald wie zu Hause fühlte. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mir in vielfältiger Weise bei meiner Arbeit zur Seite standen. Besonders bedanken möchte ich mich bei unserem tollen Pfarrteam, dessen Teil ich geworden bin. Es hat wirklich Spaß gemacht, mit Ihnen zusammenzuarbeiten und so die kleineren Anfangsschwierigkeiten und zwischendurch auftauchende Probleme zu bewältigen. Dass ich mich rundherum wohl fühlte, habe ich auch meinen Mitbewohnern zu verdanken. Ohne euch wäre es sicher nur halb so amüsant und abwechslungsreich gewesen.

Die Vielseitigkeit meiner Arbeit hat mir sehr gut gefallen. Natürlich gab es während dieses Jahres auch einmal Tiefpunkte, an denen einem ein bisschen die nötige Motivation fehlte, aber zum Glück waren diese Phasen meist nur von kurzer Dauer. So gingen die letzten Monate dann doch fast wie im Flug vorbei und man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Aber wenn ich zurückblicke, stelle ich fest, wie viel sich doch in den letzten elf Monaten ereignet hat. Angefangen von den großen Festen wie Rentréefest, Jubiläumsfeier, Weihnachten oder Sommerfest über Apéritifgespräche und Erstkommunionkatechese bis hin zu den Au-PairTreffs und Gottesdiensten und vielen anderen tollen Erlebnissen, von denen sich nicht sagen lässt, welches mir am stärksten in Erinnerung bleibt. Interessant waren für mich auch die Begegnung und die Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich bin dankbar dafür, dass ich dies alles erleben durfte.

In meinem Abschlussbrief und in meinem Rückblick steckt sowohl Freude als auch Wehmut. Zum einen Freude auf einen neuen Lebensabschnitt mit dem Beginn des Studiums, zum anderen Wehmut, dass die schöne Zeit in der Gemeinde und in Paris, die mir in so vielen kleinen und großen Momenten beschert wurde, bald vorbei ist. Darum fällt es mir auch schwer, Adieu zur Gemeinde zu sagen, die einem doch so lange nicht nur Unterkunft und Arbeit, sondern auch ein „Stückle“ Heimat beschert hat. Und so sag ich lieber nicht „Tschüss“, sondern eher: „Bis bald auf ein Wiedersehen in der katholischen Gemeinde in der Rue Spontini.“

Ihr Jonas Augustin